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| | |-+  Wie ist das so mit den Geschwindigkeiten gemeint -> Vmax?
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Autor Thema: Wie ist das so mit den Geschwindigkeiten gemeint -> Vmax?  (Gelesen 732 mal)
Oeffi
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« am: Januar 09, 2010, 17:52:57 »

Hallo,

ich fliege meist den A321. Laut List soll er so 0,82 machen. Wenn ich jetzt im Flieger sitzt und den Speed auf 0,82 stelle komme ich meist im Display nur bis 340Knoten, dann meldet sich der Warner für zu hohe Geschwindigkeit.
Wann/Wie kann ich diese 0,82 Mach erreichen? Hängt das von der Höhe ab oder was?

 Wenn ich in so einem Ferienflieger real sitzte, dann fliegen die laut Bildschirm meist auch so um die 900km/h.
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nighthawk
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« Antworten #1 am: Januar 09, 2010, 18:06:31 »

Auf welcher Höhe bist du denn so?
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Oeffi
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« Antworten #2 am: Januar 09, 2010, 18:28:05 »

Habe es bei 3000Ft probiert, dann so bei 17000Ft und bei 33000ft war es deutlich unter 340Kn.

In welcher Höhe erreiche ich denn bei den Fliegern die Vmax Geschwindigkeit, dann kann ich es mal testen? Falls es an der Höhe liegt, zumindest merke ich, je höher ich fliege, desto langsamer wird der Flieger.
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nighthawk
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« Antworten #3 am: Januar 09, 2010, 18:36:54 »

Du musst so auf FL350 fliegen aber da darfst du sowieso nicht mehr auf die KN gucken.
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Oeffi
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« Antworten #4 am: Januar 09, 2010, 18:48:22 »

In welcher Höhe ist denn so der Airbus A321 so am schnellsten? Mit der kleinen Boing war irgndwie mal recht schnell, die hatte so 430Knoten, weiss aber nicht mehr wie ich das gemacht habe?!
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MarkH
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« Antworten #5 am: Januar 10, 2010, 13:32:03 »

Die Unterschiede in der realen Geschwindigkeit sind nicht so groß... das Problem liegt darin, dass die verschiedenen Anzeigen auf verschiedenen Messungen bzw Rechnungen beruhen.

Die Geschwindigkeit, die dir der Flieger auf seinen Airspeed-Instrumenten anzeigt, ist die Indicated Airspeed (IAS). Das ist jene Geschwindigkeit, die der Flieger "fühlt". Wenn die Stall-Speed z.b. 100kts beträgt, dann wird der Stall, weitgehend unabhängig von Flughöhe und Temperatur, immer bei 100kts IAS eintreten.
Allerdings sagt die IAS nichts darüber aus, wie schnell man sich nun wirklich gegenüber der umgebenden Luft bewegt. Das ist dann die True Airspeed (TAS). Sie kann nicht gemessen sondern nur errechnet werden (Das machen auch alle Anzeigen für die TAS im flieger so).
Der Unterschied liegt in der Luftdichte, die ja mit zunehmender Höhe abnimmt. Man kann sich das so vorstellen, dass bei gleicher TAS in FL050 mehr Luftmoleküle die Geschwindigkeitssensoren treffen als in FL300. Deshalb wird in großer Höher eine geringere Geschwindigkeit angezeigt. Auf Meeresniveau bzw niedrigen Höhen sind TAS und IAS gleich.
Das ganze betrifft auch das Auftriebsverhalten des Flugzeuges...dünnere Luft trägt nicht so gut. Daher erfährt ein Flugzeug mit einer TAS von 300kts in FL050 nicht den selben Auftrieb als ein Flugzeug mit selber TAS in FL300. Die IAS bereinigt jedoch jetzt mehr oder weniger von selbst das Problem mit der Luftdichte. Eine IAS von 300kts bewirkt in FL050 bzw FL300 den selben Auftrieb.
Daher fliegt man trotz geringerer IAS-Anzeige in großen Höhen trotzdem immer noch schnell Smiley

Etwas anders ist die Sache mit der Mach-Zahl.
Die Mach-Zahl ist nix anderes als das Verhältnis der TAS(!) zur aktuellen Schallgeschwindigkeit. Die Schallgeschwindigkeit in der Luft ist nur von ihrer Temperatur abhängig, und die ist bekanntlich abhängig von der Flughöhe. Je tiefer die Temperaturen (bzw je höher man oben ist), desto geringer die Schallgeschwindigkeit.
In großen Höhen sind die aerodynamischen Belastungen auf ein Flugzeug aufgrund der geringeren Luftdichte nicht mehr so groß (sieht man an der geringen IAS). Daher besteht die Gefahr nur bedingt, das Flugzeug auf diese Weise mit zu hoher Speed zu überlasten. Das Problem ist dann aber ein anderes: Die niedrige Schallgeschwindigkeit in großen Höhen.
Jedes Flugzeug hat eine kritische Machnummer, die es nicht überschreiten darf. z.B. M 0.86 bei einem modernen Passagierflugzeug. Ab dieser Geschwindigkeit bilden sich an diversen Flugzeugteilen (gefährlich sind vorallem die Ruder) Luftströme mit Überschallgeschwindigkeit, die Schockwellen produzieren, die wiederrum die Strömung an wichtigen Bereichen abreißen lassen. Das ist dann der High-Speed Stall, der weitaus gefährlicher ist als ein "normaler" low-speed Stall, da außer Glück in ungünstigen Fluglagen oftmals nur wenige Möglichkeiten bestehen, das ganze zu überstehen.
Daher fliegt man (ist Flugzeugabhängig) ab FL250-300 nach Machnumber.

Hoffe ein wenig klarheit verschafft zu haben Wink
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MasterFly2009
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« Antworten #6 am: Januar 10, 2010, 13:36:27 »

Hallo MarkH,

wenn du mit Mach fliegen möchtest solltest du mit fliegern auf Flugfläche 300, also 30000ft, steigen bzw. noch höher.
Aber bachte auch wieder das sinken.
Also lohnt es sich nicht mit iner strecke von 200nm auf fl300 zu steigen.
Außerdem auch dann nicht mehr auf knt achten sondern auf deine GS (GroundSpeed).
Knoten sind nur hilfreich bei kleineren höhen 0ft > ca. 20000ft.
Lg
MasterFly
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Oeffi
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« Antworten #7 am: Januar 10, 2010, 17:37:17 »

Die Unterschiede in der realen Geschwindigkeit sind nicht so groß... das Problem liegt darin, dass die verschiedenen Anzeigen auf verschiedenen Messungen bzw Rechnungen beruhen.

Die Geschwindigkeit, die dir der Flieger auf seinen Airspeed-Instrumenten anzeigt, ist die Indicated Airspeed (IAS). Das ist jene Geschwindigkeit, die der Flieger "fühlt". Wenn die Stall-Speed z.b. 100kts beträgt, dann wird der Stall, weitgehend unabhängig von Flughöhe und Temperatur, immer bei 100kts IAS eintreten.
Allerdings sagt die IAS nichts darüber aus, wie schnell man sich nun wirklich gegenüber der umgebenden Luft bewegt. Das ist dann die True Airspeed (TAS). Sie kann nicht gemessen sondern nur errechnet werden (Das machen auch alle Anzeigen für die TAS im flieger so).
Der Unterschied liegt in der Luftdichte, die ja mit zunehmender Höhe abnimmt. Man kann sich das so vorstellen, dass bei gleicher TAS in FL050 mehr Luftmoleküle die Geschwindigkeitssensoren treffen als in FL300. Deshalb wird in großer Höher eine geringere Geschwindigkeit angezeigt. Auf Meeresniveau bzw niedrigen Höhen sind TAS und IAS gleich.
Das ganze betrifft auch das Auftriebsverhalten des Flugzeuges...dünnere Luft trägt nicht so gut. Daher erfährt ein Flugzeug mit einer TAS von 300kts in FL050 nicht den selben Auftrieb als ein Flugzeug mit selber TAS in FL300. Die IAS bereinigt jedoch jetzt mehr oder weniger von selbst das Problem mit der Luftdichte. Eine IAS von 300kts bewirkt in FL050 bzw FL300 den selben Auftrieb.
Daher fliegt man trotz geringerer IAS-Anzeige in großen Höhen trotzdem immer noch schnell Smiley

Etwas anders ist die Sache mit der Mach-Zahl.
Die Mach-Zahl ist nix anderes als das Verhältnis der TAS(!) zur aktuellen Schallgeschwindigkeit. Die Schallgeschwindigkeit in der Luft ist nur von ihrer Temperatur abhängig, und die ist bekanntlich abhängig von der Flughöhe. Je tiefer die Temperaturen (bzw je höher man oben ist), desto geringer die Schallgeschwindigkeit.
In großen Höhen sind die aerodynamischen Belastungen auf ein Flugzeug aufgrund der geringeren Luftdichte nicht mehr so groß (sieht man an der geringen IAS). Daher besteht die Gefahr nur bedingt, das Flugzeug auf diese Weise mit zu hoher Speed zu überlasten. Das Problem ist dann aber ein anderes: Die niedrige Schallgeschwindigkeit in großen Höhen.
Jedes Flugzeug hat eine kritische Machnummer, die es nicht überschreiten darf. z.B. M 0.86 bei einem modernen Passagierflugzeug. Ab dieser Geschwindigkeit bilden sich an diversen Flugzeugteilen (gefährlich sind vorallem die Ruder) Luftströme mit Überschallgeschwindigkeit, die Schockwellen produzieren, die wiederrum die Strömung an wichtigen Bereichen abreißen lassen. Das ist dann der High-Speed Stall, der weitaus gefährlicher ist als ein "normaler" low-speed Stall, da außer Glück in ungünstigen Fluglagen oftmals nur wenige Möglichkeiten bestehen, das ganze zu überstehen.
Daher fliegt man (ist Flugzeugabhängig) ab FL250-300 nach Machnumber.

Hoffe ein wenig klarheit verschafft zu haben Wink

Jo super. Jetzt wird einiges vertsändlicher für mich.  thumbup
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